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1950 bis 1979 Entschuldigen Sie Bitte alle Fehler im mein Deutsch.
An der Fasnacht im März wurde die ganze Verbrecherjagd vom Gempen von der Fasnachtsgesellschaft Schnuurebegge aufgegriffen. Die Basler Amateure, die beim überfall dabei waren, machten ausnahmslos mit. Vor der Jury am Steinenberg wurde die Verhaftungsscene drastisch nachgespielt. Die Schnuurebegge erhielten für die Darstellung dieses Sujets den höchsten Preis.Die zur Fasnacht eingeladenen Berner PTT-beamten lächelten sauersüss. Immerhin: Pittet musste gehen.
Da für die Betriebsart RTTY
immer noch eine Sonderprüfung abgelegt werden musste, hat die USKA eine Delegation nach Bern
gesandt, um die PTT zu bewegen, diese Prüfung fallen zu lassen. Es wurde morgens eine Stunde
nutzlos debattiert. In der Kaffeepause gingen HB9P und HB9DU zu Inspektor Gillioz und zeigten
ihm die photos von der Basler Fasnacht. Er sah sie sich stumm an. Als die Sitzung weiterging,
erklärte Gillioz zu Beginn in seinem charmanten welschen Accent: "Meine Herren, ich glaube
die PTT sollten die RTTY-prüfung wirklich fallen lassen (und dann etwas leiser), sonst
kommen wir wieder an die Basler Fasnacht" Donnernder Applaus.
HB9KI entwirft einen Peiter für 80 m genannt Basler Peiter Mark II. Er wird von vielen OMs
nachgebaut und das Funkpeilen nimmt wieder einen Aufschwung.
![]() Die MUBA organisiert die erste INELTEC. Da sie noch irgendwelche Publikumsattraktion braucht, kommt die OG Basel zu Hilfe. Es wird ein Stand aufgebaut, an welchem gezeigt wird, was Amateurfunk ist.
An der zweiten INELTEC ist der Stand schonwesentlich grösser und moderner.
An der dritten
INEL TEC bekommt die OG einen riesigen Platz auf der Galerie zwischen zwei Hallen. Trotz den grossen
Ausrnassen gelingt es ihr, den Platz gut zu füllen. Gezeigt wird jetzt auch Field-Day und Mobilfunk.
Ein Höhepunkt ist, dass der ein-und ausgehende Funkverkehr mit Morsezeichen von einem Wandler
in Klarschrift auf einem Studio-Monitor gelesen werden kann. Auch wird zum ersten Mal RTTY gezeigt.
An der letzten INELTEC übertrifft sich die OG selbst: Sie benützt die halbe Galerie des
Messegebäudes. Es wurde thematisch gezeigt, dass Ama teurfunk in jede Umgebung passt: eine
Dachkammer mit Funkstation-ein nobles Direktionsbüro mit entspr.teurer Funkstation-eine
Bauernstube mit handgemaltem Kasten, darin eine komplette Funkstation.
Dazu eine Mobilstation in einem geliehenen, sehr teuren Old Timer Auto. Die Besucherzahl war so hoch,
dass vielemale einrichtiges Gedränge um die Stände war. Die grösste Anforderung war das
Anbringen von guten Antennen. Die Gebäude der MUBA sind aus Eisenbeton (Faradaykäfig).
Es brauchte viel Koaxkabel und bergsteigerisches Können, um aus dieser Abschirmung herauszukommen.
HB9DU wird an der Gewerbeschule pensioniert.Er hat jetzt mehr Zeit,sich der Ausbildung von Amateuren zu widmen.
Die OG Basel schreibt einen Kurs zUr Erlangung des Telegrafistenpatents ausschreiben. Er wird im gut ausgerüsteten Physiksaal des Wettsteinschulhauses jeweilen 2 Stunden wöchentlich von 1900-2100 durchgeführt. Lehrer HB9DU und weitere HBger. Morsekurs erfolgt später. Die OG hat mit HB9DU mündlich abgemacht, dass Pro Person ein Semestergeld von fr. 30.- erhoben wird. Der Kurs dauerte 3 Semester mit Ferien. Die Spesen für den Druck von Textblättern(2 Ordner voll)und Overheadfolien würden nach Beendigung des Kurses bezahlt. Die Instruktoren arbeiten gratis. Es melden sich ca. 30 Teilnehmer. Davon schliessen 86% mit bestandener Prüfung ab. Als HB9DU von der OG den Spesenbetrag verlangt, erklärt diese, dass abgemacht warden sei, dass sie nichts bezahlen müsse. (Abmachung leider nur mündlich). Es wird eine grosse Selbstbauaktion gestartet: ein Frequenzzähler mit Nixieröhren. Pat Ollmann HB9MQD verbessert ihn wesentlich und es werden eine ziemliche Anzahl gebaut. Sie sind sehr genau und stabil und sind jetzt noch bei HB9DU in voller Benützung. Bereich: NF bis 100 MHz. HF bis 250 MHz und HF bis 2, 1 GHz.
Der grosse Erfolg des ersten Kurses bewog HB9DU einen zweiten Kurs auszuschreiben, aber diesmal ohne OG, sondern auf privater Basis. Es meldeten sich ca. 50 Teilnehmer. Da es unmöglich ist, mit einer Klasse zu arbeiten, wurden sie auf eine Montag u.Dienstagklasse aufgeteilt. Da viele Jugendliche dabei waren, welche die Dinge meist schneller begriffen, als die von der Tagesarbeit ermüdeten Erwachsenen, gab es disciplinäre Reibereien. Es wurde beschlossen ein allfälliger dritter Kurs als ausgesprochenen Jugendkurs zu führen.
Jeweilen nach Kursende 2100 trafen sich eine Anzahl Kursteilnehmer mit HB9DU in einer Beiz am Claraplatz. Da sie zum Kursleiter Vertrauen gefasst hatten, schütteten sie ihm ihr Herz aus. Sie beklagten sich über den sehr kalten Empfang als neue Mitglieder der OG. HB9DU erklärte, dass es nicht verboten sei, eine separate Sektion zu gründen. Die Idee wurde begeistert aufgegriffen und unter Leitung von OM K. Eisele HB9MOD wurde eine Aktionsgruppe gegründet, welche Statuten ausarbeitete.
Die neue Sektion "Funkamateur-Club Basel" (FACB) wurde gegründet und bekam reichlichen Zuwachs. Sogar Mitglieder der OG, die vom Verhalten der alten Garde enttäuscht waren, stiessen zur neuen Sektion. Die OG hat die Situation nicht begriffen und spöttisch von "Ruedi's Clübli" gesprochen, obwohl dieser erst bei No.27 Mitglied wurde.
Es wurde ein zweiter Jugendkurs ganz unter Leitung von Christoph HB9DKQ mit ähnlichen Erfolgs ziffern, durchgeführt.
Der FACB startet eine Bauaktion eines modernen, mit IC bestückten 80 Peil-empfängers.
Trotz der guten Qualität gelingt es nicht, die Amateure für Fuchsjagden so richtig zu begeistern.Die OG Basel beginnt unter Leitung von Hans Wolfgang HB9MNB ein Kurs für Erwachsene. Assistent und zuständig für Demo-versuche ist HB9DU. Bitten von Jugendlichen brachten HB9DU und HER9QDH auf die Idee,Elektronik-bastelkurse im Rahmen der freiwilligen Handarbeitskurse durchzuführen. Deren Inspektor, Marcel Gautier, gab die Zusage, dass wenn sich mehr als 15 anmelden, er Fr. 5000.- als Spesenbeitrag spende. Honorar würde jedoch keines bezahlt. In den Schulhäusern wurde am schwarzen Brett zu einem Anmeldungsabend aufgerufen. An jenem Abend kamen 70 Jugendliche.Da brauchte HB9DU Hilfe. Er gelangte an den FACB und es meldeten sich spontan weitere Instruktoren, so dass an 4 Wochenabenden den Jugendlichen einen Einstieg in die Elektronik mit eigenen Versuchen vermittelt werden konnte. Dies war im Wintersemester. Im Sommersemester darauf wurden die Kursleiter mit Besuchen von Jugendlichen überhäuft, die selbstgebaute, nicht funktionstüchtige Geräte zur Fehlersuche usw. brachten. Die Kursleiter merkten,dass eS eine eigene, selbstständige Werkstatt brauche. Der Handarbeitsinspektor fand auf dem Bruderholz einen leerstehenden Kindergarten, der völlig verlottert, aber prinzipiell geeignet war. In viele Stunden Gratismithilfe von FACB-mitgliedern wurde er renoviert. Besonders Werner Probst Pirol 62 (SK) hat grossen Verdienst und war später jahrelang der sehr beliebte Koch im Kaffee des B 22. Dadurch dass ein spezieller Raum für eine Funkstation eingerichtet wurde, samt günstig gelegenen Antennen, kam der FACB zu seiner eigenen Clubstation HB9BSL.
Das JEZ B22 wird offiziell eröffnet. Reger Zuspruch von Jugendlichen. Der Samstagnachmittag ist für den FACB reserviert. |
