Das Thyratron ist eine Abart einer gas-gefüllten Triode. Als Gase werden
Quecksilberdampf oder die Edelgase Neon oder Xenon verwendet.
Statt eines Gitters enthält das Thyratron eine Zündelektrode ZE.
Wird an das Thyratron zwischen
Katode und Anode eine Spannung gelegt, dann geschieht vorerst nichts. Legt man
jetzt zwischen der Zündelektrode und der Katode eine kurzzeitige Spannung,
die höher sein muss als die sogenannt Ionisations-spannung des Gases, dann
zündet das gesamte Gas in der Röhre. Der Innenwiderstand der
Röhre sinkt auf einen sehr niedrigen Wert und es kann zwischen Katode und
Anode ein starker Strom fliessen. In dieser Hinsicht verhält sich ein Thyratron
wie ein Relais,jedoch ohne funkenbedingte Abnützung der Kontakte.
Zum Unterschied zwischen dem mechanischen Relais jedoch,kann das Thyratron
nur abgeschaltet werden,indem man die Spannung zwischen Katode und Anode wegnimmt.
Verwendet man jedoch statt Gleichstrom einen Wechselstrom,dann wird ja bei
jedem Nulldurchgang des Wechselstroms selbstständig abgeschaltet. Ist an
der Zündelektrode jedoch immer noch Spannung,dann schaltet das Thyratron
bei der nachsten Hallbwe11e sofort wieder ein.
Dieser Vorgang geht praktisch trägheitslos und so kann das Thyratron als
Relais für Wechselstrom verwendet werden. Gleichzeitig wirkt es als
Gleichrichter. Es wurde deshalb viel in elektrischen Schweissanlagen verwendet.
Das moderne Gegenstück in Halbleitertechnik ist der SCR und der Triac.